Gerechte Noten gibt es nicht

 
 

16,80

Beschreibung

Autorin: Ulrike Luise Keller

Gerechte Noten gibt es nicht
und wie Noten die Lust am Lernen verhindern

2012. 143 Seiten. 16,80 €
ISBN: 978-3-9342-7805-9

Noch immer gibt es Eltern, Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, die der Meinung sind, dass es ohne Zensuren in der Schule nicht geht: Zensuren gäben Rückmeldung über den Leistungsstand und die Fähigkeiten des Kindes. Ohne Zensuren würden Kinder und Jugendliche nichts lernen.
Doch ist das wirklich so?
Dieses Buch klärt über diesen Trugschluss auf. Überzeugend und mit vielen Beispielen zeigt es, dass uns Zensuren nicht nur nichts mitteilen, sondern im Gegenteil weder objektiv noch gerecht sind. Dass Zensuren und Leistungsdruck überdies das natürliche Interesse, die Lust und Freude der Kinder und Jugendlichen am Lernen zerstören und Schulunlust und Schulangst bis hin zu psychosomatischen Erkrankungen hervorrufen, macht sie zu einem unverantwortbaren Instrument der Leistungsbewertung. Wie Detlef Träbert, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule e.V., sagt, wäre ein „Medikament mit solch fürchterlichen Nebenwirkungen, wie Schulnoten sie haben können, […] schon längst vom Markt genommen worden.“
Dargestellt werden ebenfalls alternative Möglichkeiten der Leistungsbeurteilung. Es wird aufgezeigt, wie Kinder lernen und wie es ihnen geht, wenn sie diesem Leistungsdruck nicht ausgesetzt sind, der durch Zensuren und Ausleseprinzip erzeugt wird.

Aus dem Inhalt:
Was uns Zensuren mitteilen, wie sie wirken und zerstören; die Schwierigkeit, Zensuren zu bilden; Zensuren versus Interesse und Freude; Lernen ohne Zensuren; Textzeugnisse und Portfolios

Zielgruppe:
Eltern, Großeltern, Schülerinnen und Schüler ab etwa der siebten oder achten Klasse, Lehrerinnen und Lehrer, Lehramtsstudentinnen und -studenten, Politikerinnen und Politiker im Bildungsbereich

 

„In klarer Sprache und mit vielen Beispielen erläutert die berufserfahrene Lehrerin, warum Noten abgeschafft werden sollten und dass Rückmeldungen in Textform und in Portfolios sinnvoller sind. – Ein überzeugter Aufruf.“

in: Zeitschrift PÄDAGOGIK 5/13, Empfehlungen, von Dr. phil. Jörg Schlömerkemper, Professor (i.R.) für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik, Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

„[…] In einer sehr gut lesbaren Kombination aus Erfahrungsberichten und authentischen Zitaten von Eltern und Kindern mit Aussagen von anerkannten Wissenschaftlern stellt die Autorin heraus, wie gering die Aussagekraft von Noten ist, wie sehr sie das Lernen beeinträchtigen und die Lernfreude, die kindliche Neugier, das Sachinteresse zerstören. […]
Als Alternativen zur schulischen Zensierungspraxis beschreibt Keller in einer bewussten Begrenzung ihrer Ausführungen Textzeugnisse sowie das Konzept der Portfolios, die sie idealerweise miteinander kombinieren möchte. Neun Kapitel samt einem ‚Ausblick‘ sowie dem Literaturverzeichnis – das macht 143 höchst engagierte und spannend zu lesende Seiten eines Plädoyers für eine humane Schule. […]“

in: Humane Schule. Zeitschrift des Bundesverbandes der Aktion Humane Schule e.V., 38. Jahrgang – November 2012, Buchbesprechungen, von Detlef Träbert, Diplom Pädagoge, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule e.V. von 2000-2012, seit 10/2012 stellvertr. Vorsitzender

 

Bewertungen

  1. Humane Schule. Zeitschrift des Bundesverbandes der Aktion Humane Schule e.V.

    „[…] In einer sehr gut lesbaren Kombination aus Erfahrungsberichten und authentischen Zitaten von Eltern und Kindern mit Aussagen von anerkannten Wissenschaftlern stellt die Autorin heraus, wie gering die Aussagekraft von Noten ist, wie sehr sie das Lernen beeinträchtigen und die Lernfreude, die kindliche Neugier, das Sachinteresse zerstören. […]
    Als Alternativen zur schulischen Zensierungspraxis beschreibt Keller in einer bewussten Begrenzung ihrer Ausführungen Textzeugnisse sowie das Konzept der Portfolios, die sie idealerweise miteinander kombinieren möchte. Neun Kapitel samt einem ‚Ausblick‘ sowie dem Literaturverzeichnis – das macht 143 höchst engagierte und spannend zu lesende Seiten eines Plädoyers für eine humane Schule. […]“

    in: Humane Schule. Zeitschrift des Bundesverbandes der Aktion Humane Schule e.V. , November 2012, Buchbesprechungen, von Detlef Träbert, Diplom Pädagoge, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule e.V. von 2000-2012, seit 10/2012 stellvertr. Vorsitzender

  2. anja hafezi

    Unbedingt lesen: Pflichtlektüre für alle am Schulleben Beteiligten, für Eltern, Lehrkräfte, Politiker und und und. Als Lehrerin und Mutter von drei Kindern kann ich mich den Worten von Frau Keller nur anschließen. Ein qualitativ sehr hochwertiges Buch.

  3. David Bocskai

    Meine Schulzeit ist noch nicht so lange her.
    Und doch kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie oft ich mich über die ein oder andere Note geärgert habe.

    So waren mir die Unterrichtsfächer am liebsten, bei denen es ein klares „richtig“ oder „falsch“ gab.
    Jedoch sind die meisten Unterrichtsfächer und ihre Notengebung eine „Tyrannei“ seines zugeteilten Lehrers, welchen man sich nicht aussuchen kann. So musste man Glück haben, welchen Lehrer man bekommt, da von diesem seine Note abhing.
    In der Schulzeit spielten jedoch noch weitere Faktoren eine Rolle bei der Notenvergabe.
    Die Sympathie des Lehrers gegenüber dem Schüler und ebenso die Messlatte des Lehrers.
    Sympathie, unterschiedliche Maßstäbe der Lehrer und Glück … sollen diese Faktoren den weiteren Lebensweg von unseren Kindern beeinflussen?

    Dieses Buch gibt mir hier auf jeden Fall recht, eine andere Anerkennung von Leistung zu finden, als Noten.

    Zum Buch:
    Es ist in klarer Sprache geschrieben und mit vielen Beispielen erläutert, welche die Autorin selbst erlebt hat. Es gibt einen klaren Aufruf dafür, dass Noten wenig Sinn haben und den Schüler eher demotivieren als ihn zu motivieren.

    Wird es endlich ein Wandel im Schulsystem geben? Man kann es nur hoffen…

  4. Zeitschrift PÄDAGOGIK

    „In klarer Sprache und mit vielen Beispielen erläutert die berufserfahrene Lehrerin, warum Noten abgeschafft werden sollten und dass Rückmeldungen in Textform und in Portfolios sinnvoller sind. – Ein überzeugter Aufruf.“

    in: Zeitschrift PÄDAGOGIK 5/13, Empfehlungen, von Dr. phil. Jörg Schlömerkemper, Professor (i.R.) für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik, Goethe-Universität Frankfurt am Main

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